Freitag 17. November 2017
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Schweiz

Alfred W. Kammerhofer

Position: Sektionschef BAFU/Abteilungschef WL

 

Was war Ihre größte Herausforderung bisher?

Sowohl in der Führung als auch in der Politikgestaltung geht es auch darum, Menschen zu überzeugen. Die innere Ruhe und Gelassenheit zu behalten, auch wenn es für den Moment so aussieht, als ob  man zum anderen nicht durchkommt, ist eine der größten Herausforderungen, die ich kenne. Man muss auch bereit sein, seine eigenen Positionen und Argumente kritisch zu hinterfragen – und bereit sein, an sich zu arbeiten. Dies kann manchmal auch wehtun, aber das gehört zum Menschsein dazu und da muss man einfach durch. Wenn man dann aber etwas Neues auf den Weg gebracht hat (z. B. eine Gesetzesvorlage, die von Politik, Wirtschaft und Umweltverbänden gleichermaßen unterstützt wird, oder ein wichtiges Projekt starten kann), ist das ein intensives und wundervolles Gefühl.

 

Wie haben Sie das an der BOKU erworbene Wissen verwenden können?

Die Ausbildung an der BOKU ist vielfältig, umfassend und praxisbezogen. In meiner Funktion als Sektionschef für Wald- & Holzwirtschaft in der Schweiz kann ich große Teile meines BOKU-Wissens sehr gut gebrauchen. Klar spezialisiert man sich mit der Zeit, aber die Interdisziplinarität und die Methodenkompetenz, die man an der BOKU mitbekommt, hilft einem dabei enorm. Ich bin froh, dass ich mein erstes Studium an der BOKU in Wien gemacht habe!

 

Wie ist die Situation in Ihrem Land derzeit?

In der Schweiz bleiben die wirtschaftlichen Aussichten positiv, wenngleich die Folgen der Frankenstärke/Euroschwäche ihre Spuren hinterlassen haben. Mit konsequenter Steigerung der Effizienz und Nutzen von Synergien wird dem Kosten- und Spardruck in Wirtschaft und Verwaltung begegnet. Politisch hat das Stimmvolk die Energiewende vor Kurzem beschlossen. Die Wald- und Holzwirtschaft kann davon stark profitieren, sei es mit neuen Bauprodukten für das Nachhaltige Bauen in Holz(hybrid)bauweise, mit dezentraler Energieproduktion oder mit neuen innovativen Materialen. Die größten Herausforderungen sehe ich langfristig bei der Energieeffizienz und der Anpassung – unserer Wirtschaft und unserer Wälder – an den Klimawandel.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

„Miteinander statt übereinander reden. Man muss Menschen mögen. Menschen wahrnehmen und annehmen, überwindet Grenzen.“

Kontaktperson:

Bernhard Sickenberg

alumni@boku.ac.at

Tel.: 01/47654-10443

 

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