BOKU Forschung auf dem Cover von "Small"


BOKU Forscher haben in Kooperation mit Forschungsgruppen aus Deutschland, Finnland und Kanada funktionelle, „weiche“ Nanopartikel auf Cellulose Basis entwickelt. Diese Partikel zeichnen sich aus durch eine besonders hohe Proteinaffinität und könnten die Sensitivität von Antigentests in der Zukunft erhöhen.

In enger Kooperation zwischen dem Institut für Chemie Nachwachsender Rohstoffe und der Aalto Universität in Finnland wurde eine nachhaltige Methode zur Herstellung von funktionellen Cellulose Nanopartikeln entwickelt. Diese Partikel haben im Gegensatz zu gewöhnlichen Cellulose-Nanopartikeln eine „weiche“ und chemisch zugängliche Oberflächenstruktur und sind daher besonders geeignet für die Immobilisierung von Proteinen. Im Vergleich zu den dafür gewöhnlich verwendeten Polymeren, kann damit eine viel höhere Dichte an Proteinen auf der Oberfläche erreicht werden. Dies ist unter anderem vielversprechend für die Verwendung in Antigen-Schnelltests und könnte dort die Sensitivität im Vergleich zu derzeitigen Papierteststreifen weiter erhöhen. Die Publikation erfolgte im renommierten Fachjournal „Small“. Das Projekt wurde unter der Leitung von Prof. Orlando Rojas (Aalto) und Dr. Marco Beaumont (BOKU) durchgeführt und entstand durch enge transnationale Zusammenarbeit von Forschungsgruppen der BOKU, Aalto Universität, Universität Bayreuth und University of British Columbia.

Dr. Marco Beaumont ist derzeit Erwin-Schrödinger Stipendiat am Institut für Chemie Nachwachsender Rohstoffe (BOKU) und der School of Chemistry and Physics der Queensland University of Technology (Brisbane, Australien). In seiner Forschung arbeitet er an der Entwicklung von neuen Methoden zur ressourcenschonenden Herstellung von funktionellen Cellulose-Nanomaterialien.

 

Nähere Informationen finden Sie unter:

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/smll.202070270

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/smll.202004702


03.02.2021